Witten meldet erneut mehr als 30 Grad und hohe UV Belastung

Der Deutsche Wetterdienst und die Stadt Witten warnen vor erneut sehr warmen Tagen in Witten und im gesamten Ennepe Ruhr Kreis. Für Mittwoch und Donnerstag werden Temperaturen über 30 Grad erwartet. Gleichzeitig ist mit starker UV Strahlung zu rechnen, die kurzfristig zu Sonnenbrand und langfristig zu Haut- und Augenschäden führen kann.

Warnhinweise und Verhaltensempfehlungen

Behörden raten, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen auch wenn kein deutliches Durstgefühl besteht. Direkte Sonneneinstrahlung und körperlich anstrengende Tätigkeiten sollten nach Möglichkeit vermieden werden. Zudem wird empfohlen, Körper und Wohnräume kühl zu halten.

Florian Knapp von der Koordinierungsstelle Stadterneuerung und Klimaschutz der Stadt Witten betont, Gesundheitsrisiken ernst zu nehmen und in den kommenden Tagen auf sich und andere zu achten.

Gesundheitliche Folgen und Zahlen

Hitze belastet den Organismus und kann hitzebedingte Erkrankungen auslösen, bestehende Vorerkrankungen verschlechtern oder im schlimmsten Fall tödlich sein. Das Robert Koch Institut schätzt, dass bis Ende Juni 2026 rund 1.230 Menschen infolge extremer Temperaturen gestorben sind. Damit liegt die Zahl bereits über dem Wert des gesamten Vorjahres.

Neben akuten Folgen durch Überhitzung steigt auch die langfristige Gefahr durch UV Strahlung. Die AOK NordWest nennt für Nordrhein Westfalen 27.505 Patientinnen und Patienten mit Hautkrebs im Jahr 2024. Vor zwanzig Jahren lag diese Zahl ungefähr halb so hoch.

Praktische Schutzmaßnahmen gegen UV Strahlung

Intensive Sonneneinstrahlung sollte insbesondere zwischen 11 und 17 Uhr möglichst vermieden werden. Schutz bieten schützende Kleidung, Kopfbedeckung, eine Sonnenbrille und Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor. Sonnenschutzmittel sollten mehrmals am Tag erneuert werden.

Medikamente und besondere Vorsicht

Bestimmte Medikamente können die Reaktion des Körpers auf Hitze verändern. Dazu gehören unter anderem blutdrucksenkende Mittel und entwässernde Präparate. Solche Arzneimittel können bei hohen Temperaturen zu gefährlichen Nebenwirkungen führen. Betroffene sollten Angehörige informieren und bei Unsicherheit oder Beschwerden rechtzeitig mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt beziehungsweise mit der Apotheke klären, ob eine Anpassung der Therapie nötig ist.

Die Stadt weist darauf hin, dass weiterführende Informationen und Hinweise zu kühlen Aufenthaltsorten vor Ort bereitgestellt werden.

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