Hagen informiert über frühe Erkennung von Sepsis und sektorenübergreifende Versorgung
Die Stadt Hagen lädt am Freitag, 4. September, um 13.30 Uhr zu einer interdisziplinären Fachveranstaltung in den Ratssaal des Rathauses an der Volme, Rathausstraße 13. Ziel ist die Sensibilisierung für die frühzeitige Erkennung von Sepsis, die korrekte Notfallversorgung und die Zusammenarbeit zwischen Hausärztinnen und Hausärzten, Rettungsdienst und Kliniken. Die Veranstaltung richtet sich an interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie an Fachkräfte aus verschiedenen Bereichen des Gesundheitswesens.
Veranstaltungsinhalte und Ziele
Referate aus der hausärztlichen Versorgung, dem Rettungsdienst und der Krankenhausbehandlung sollen unterschiedliche Perspektiven auf die Sepsisversorgung liefern. Thematisiert werden die Ersteinschätzung, Diagnosestellungen außerhalb des Krankenhauses, notfallmedizinische Maßnahmen und die anschließende Therapie im Krankenhaus. Ein Schwerpunkt liegt auf der Frage, welche Informationen für die jeweils nächste Versorgungsebene entscheidend sind und wie Übergaben und Abläufe verbessert werden können.
Die Verantwortlichen aus Gesundheit und Krankenhausbetreuung betonen, dass gute Versorgung mit dem Erkennen möglicher Warnzeichen beginne und eine funktionierende Zusammenarbeit aller Beteiligten voraussetze. Durch das Zusammenführen verschiedener Perspektiven soll ein gemeinsames Verständnis für die praktischen Herausforderungen in der Sepsisversorgung gefördert werden.
Sepsis als medizinischer Notfall
Sepsis, häufig als Blutvergiftung bezeichnet, ist eine lebensbedrohliche Reaktion des Körpers auf eine Infektion. Schnelle Diagnose und zügiger Behandlungsbeginn sind entscheidend. Die Erkrankung kann sich insbesondere in der frühen Phase hinter unspezifischen Symptomen verbergen, weshalb das Erkennen von Warnzeichen in allen Versorgungsbereichen von besonderer Bedeutung ist.
Die Veranstaltung will neben medizinischem Fachwissen vor allem das Bewusstsein für das Krankheitsbild schärfen und konkrete Ansatzpunkte bieten, wie Klinik, Rettungsdienst und ambulante Versorgung ihre Schnittstellen verbessern können.
Organisation und Teilnahme
Die Veranstaltung findet im Rahmen der bundesweiten Kampagne #DeutschlandErkenntSepsis statt. Die Teilnahme ist kostenfrei und eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Für Ärztinnen und Ärzte wurden Fortbildungspunkte bei der Ärztekammer Westfalen Lippe beantragt. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Fachkräfte sind willkommen.
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