Recklinghausen ehrt 32 Ehrenamtliche mit der Samariternadel
Am 16. Juli hat Bürgermeister Axel Tschersich in Recklinghausen 32 Bürgerinnen und Bürger mit der Samariternadel ausgezeichnet. Die Auszeichnung zählt zu den höchsten Ehrungen der Stadt für ehrenamtliches Engagement und würdigt Personen und Gruppen, die sich in besonderer Weise für das Gemeinwohl einsetzen.
Verleihung und Auswahlverfahren
Nach Angaben der Verwaltung kommen die Vorschläge für die Samariternadel überwiegend von Wohlfahrtsverbänden, aber auch aus der Bürgerschaft. Seit 2015 werden neben Einzelpersonen zunehmend auch Gruppen geehrt. Bei der Übergabe betonte Bürgermeister Tschersich, Ehrenamt sei keine Selbstverständlichkeit und die Ausgezeichneten investierten Zeit, Erfahrung und viel Herzblut, um andere zu unterstützen.
Ausgezeichnete Projekte und Akteurinnen und Akteure
Zur Gruppe der Geehrten gehören sowohl langjährig Engagierte in kirchlichen und sozialen Einrichtungen als auch Nachbarschaftsinitiativen. Hervorgehoben wurden unter anderem Hannelore Klippel, die sich über Jahrzehnte in der evangelischen Kirche und in der Diakonie engagiert hat und sich besonders für Kindertagesstätten eingesetzt hat, sowie Marlies Pieper, die seit ihrem Ruhestand regelmäßig bei Blutspenden mitarbeitet, in einem Hospiz tätig ist und den Kleidershop des Deutschen Roten Kreuzes Kreisverband Recklinghausen unterstützt.
Als Gemeinschaftsprojekt erhielt das Cafeteria Team des Seniorenstifts im Anbau des Seniorenzentrums Grullbad die Samariternadel. Das Team, zu dem unter anderem Edith Mielek, Luzia Heuver und Ulla Waletzko gehören, organisiert seit Jahren Nachmittage mit Kaffee und Kuchen und betreibt die Cafeteria inzwischen an vier Tagen in der Woche.
Eine weitere Gruppe ist die Mittagsgruppe der Kirchengemeinde St Peter. Das Kochteam des Petrushauses versorgt seit 2018 dienstags rund 25 Gäste mit einem gemeinsamen Mittagessen, um Begegnung und soziale Teilhabe zu fördern. Die Teilnehmenden zahlen, was sie können, der Rest wird von der Gemeinde getragen.
Stromsparhelferinnen und Stromsparhelfer als Beispiel verzahnter Hilfe
Besonders umfangreich beschrieben wurden die Stromsparhelferinnen und Stromsparhelfer des Caritasverbandes. Elf Ehrenamtliche wurden namentlich genannt, darunter Franz Josef Keunecke, Hermann Josef Becker, Bernhard Haßlinghaus und Sergej Burlutskyi. Im Rahmen des Projekts Stromspar Check beraten sie seit 2022 einkommensschwache Haushalte zu Energieeinsparungen, führen Hausbesuche durch und machen zugleich auf soziale Problemlagen wie Armut oder Isolation aufmerksam. Dadurch verknüpft das Projekt Energieeinsparung, Klimaschutz und soziale Teilhabe. Die Stadt weist darauf hin, dass eine vergleichbare ehrenamtliche Beratungsstruktur deutschlandweit nur an sehr wenigen Projektstandorten existiert.
Die Ausgezeichneten bringen nach Angaben der Verantwortlichen unterschiedliche Fachkenntnisse und Lebenserfahrung ein. Ihr Einsatz umfasst Beratung, Organisation und operative Hilfen vor Ort und reicht von der Unterstützung einzelner Nachbarinnen und Nachbarn bis zur Arbeit in kirchlichen und caritativen Einrichtungen.
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