Recklinghausen weitet Netzwerk sicherer Zufluchtsorte für Kinder aus
In Recklinghausen stehen Kindern, die sich bedroht oder bedrängt fühlen, inzwischen etwa 40 Anlaufstellen als kurzfristige Zuflucht zur Verfügung. Das lokale Notinsel-Netzwerk umfasst demnach Einrichtungen aus Innenstadt und Stadtteilen, darunter öffentliche Stellen, Geschäfte, Apotheken und Schulen.
Träger und Entstehung
Projektträger vor Ort ist der Sozialdienst katholischer Frauen Recklinghausen e. V. Das bundesweite Angebot wurde 2002 von der Deutschen Kinderschutzstiftung Hänsel und Gretel initiiert. Ziel ist es, Kindern in Not- und Gefahrensituationen rasch einen sicheren Aufenthaltsort zu bieten, bis weitergehende Hilfe organisiert ist.
Organisation und Kennzeichnung
Notinseln sind an einer einheitlichen Markierung an der Eingangstür zu erkennen. Das Zeichen zeigt drei stilisierte Kinder und trägt das Motto „Wo wir sind, bist Du sicher“. In einer Notinsel erhalten Kinder zunächst Schutz. Von dort aus werden gegebenenfalls Eltern informiert, weitere Hilfen organisiert oder, wenn nötig, die Polizei eingeschaltet.
Netzwerk und Öffentlichkeitsarbeit
Nach Angaben von Denis Köhler, Stadtteilmanager Recklinghausen-Süd beim Trägerverband, ist das städtische Netzwerk auf rund 40 beteiligte Einrichtungen angewachsen. Die Partnerschaft für Unternehmen, Schulen, Kitas und andere Institutionen ist kostenfrei. Informationen über die Standorte und die Möglichkeit zur Registrierung sind online verfügbar.
Die Bekanntmachung des Angebots erfolgt über Schulen, Kindergärten, Kinder- und Jugendtreffs sowie kirchliche Einrichtungen. Zusätzlich werden digitale Medien genutzt, um Kinder und Erziehungsberechtigte auf die Anlaufstellen aufmerksam zu machen. Als Beispiel für einen konkreten Zufluchtsort nennt die Stadt das Familienbüro in der Großen Geldstraße in der Altstadt.
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