Mülheim bietet Geburtstagsbesuch: Beratung für Menschen, die 80 werden

Die Stadt Mülheim an der Ruhr verschickt künftig Glückwunschkarten an Personen, die ihren 80. Geburtstag feiern, und verknüpft den Gruß mit einem Angebot zur Beratung. Den Auftakt bilden diejenigen, die im April dieses Jahres 80 Jahre alt geworden sind; sie erhalten im Mai eine Karte. Anschließend werden die Karten monatlich an Personen in diesem Altersjahrgang versandt.

Angebot und Termine

Auf der Karte stellen sich die Mitarbeitenden der Senioren und Wohnberatung vor und bieten ein persönliches Gespräch an. Termine können nach Wunsch vereinbart werden, zum Beispiel zuhause, bei einem Spaziergang oder an einem anderen Ort. Das Angebot richtet sich an Menschen, die interessiert sind, unabhängig davon, ob bereits ein konkreter Hilfebedarf besteht.

Ulrich Schallwig, Vorsitzender des Seniorenrates, weist darauf hin, dass der Beginn eines neuen Lebensjahrzehnts Anlass für Fragen geben kann. Er empfiehlt, das kostenfreie und neutrale Beratungsangebot zu nutzen, um Informationen zu Themen wie Wohnraumanpassung, Hilfen im Haushalt oder lokalen Begegnungsangeboten zu erhalten.

Datenschutz und Rückmeldung

Um eine datenschutzgerechte Kontaktaufnahme zu gewährleisten, liegt den Karten eine Rückmeldekarte mit einer Codenummer bei. Wer die Karte ausfüllt und zurücksendet, kann so ohne Angabe von Namen und Adresse zugeordnet werden. Die Rückmeldung wird nur von hierfür autorisierten Mitarbeitenden ausgewertet und zu einer Kontaktaufnahme genutzt.

Themen und Zielsetzung

Die Beratung soll Orientierung bieten und über Unterstützungs- und Teilhabemöglichkeiten informieren. Genannte Beispiele reichen von Informationen zu Begegnungsmöglichkeiten in der Nachbarschaft über Hinweise zu Helfern im Haushalt bis zu Angeboten für ehrenamtliches Engagement. Mitarbeitende berichten, dass nach einem Erstkontakt viele Menschen wissen, an wen sie sich künftig wenden können.

Sozial und Gesundheitsdezernentin Dr. Daniela Grobe erklärt, mit der Aktion wolle die Verwaltung Aufmerksamkeit für ihr Beratungsangebot schaffen und den älteren Bewohnerinnen und Bewohnern Gehör schenken. Der formale Begriff Präventiver Hausbesuch könne irritierend wirken, deshalb werde das Angebot intern auch als Geburtstagsbesuch bezeichnet. Ziel sei es, Gesprächskontakt anzubieten und die Selbstbestimmung und Sicherheit im Alter zu fördern.

Die Stadt hofft auf breite Resonanz und richtet die Glückwünsche an alle Bürgerinnen und Bürger, die in diesem Jahr das 80. Lebensjahr vollendet haben oder vollenden werden.

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