Unfallkommissionen treffen sich in Bottrop: E Scooter und Unfallhäufungen im Fokus

Knapp ein Jahr nach der Auftaktveranstaltung in Lüdinghausen fand am 28. April das zweite Netzwerktreffen der Unfallkommissionen im Regierungsbezirk Münster in der Lohnhalle Arenberg in Bottrop statt. Die Veranstaltung wurde gemeinsam von der Bezirksregierung Münster, der Stadt Bottrop und dem Kreis Recklinghausen organisiert. Rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem gesamten Regierungsbezirk kamen zusammen, um fachliche Fragen zu besprechen und die überregionale Vernetzung zu stärken.

Teilnehmer und Ziele

Anwesend waren Vertreterinnen und Vertreter der Straßenverkehrsbehörden, der Straßenbaulastträger und der Polizeidienststellen, die in ihren Zuständigkeitsbereichen Mitglieder der Unfallkommissionen stellen. Oberbürgermeister Matthias Buschfeld begrüßte die Teilnehmenden und hob hervor, dass es bei der Arbeit der Kommissionen vor allem um Verkehrssicherheit gehe und darum, dass Menschen sicher ankommen. Er verwies zudem auf aktuelle regionale Herausforderungen, zum Beispiel die Sperrung der A 42.

Workshops und Erkenntnisse

Im Anschluss arbeiteten die Teilnehmenden in mehreren Workshops an konkreten Fragestellungen. Ein Schwerpunkt war die Wirkung von E Scooter auf das Unfallgeschehen. Bei einem Selbsttest konnten die Teilnehmenden mit einer Brille, die eine Alkoholisierung von 0,8 Promille simuliert, den Einfluss von Alkohol auf die Fahrtüchtigkeit auf einem E Scooter praktisch erfahren. Weitere Diskussionen behandelten Unfallhäufungsstellen und mögliche Maßnahmen zu deren Beseitigung.

Besonders gewürdigt wurde der praxisnahe Austausch, bei dem konkrete Fallbeispiele im Mittelpunkt standen. Die Teilnehmenden bewerteten die Möglichkeit, Erfahrungen und Lösungsansätze unmittelbar zu erörtern, als hilfreichen Beitrag zur Arbeit der Kommissionen.

Ausblick und nächste Treffen

Das nächste Netzwerktreffen ist für den 28. April 2027 geplant und wird im Trainingsbergwerk in Recklinghausen stattfinden. Der Kreis Recklinghausen wird die Veranstaltung ausrichten. Als mögliche Schwerpunkte für künftige Treffen wurden unter anderem Schulwege sowie die Verkehrssicherheit für Seniorinnen und Senioren vorgeschlagen, und die Anwesenden äußerten den Wunsch, den intensiven fachlichen Austausch in dieser Form fortzusetzen.

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