Hagen führt Pflicht zur Kastration und Registrierung von Katzen ein

Die Stadt Hagen führt zum 1. September eine Katzenschutzverordnung ein, die eine Kastrationspflicht für freilebende Katzen sowie eine Registrierungspflicht für ihre Halter vorsieht. Ziel der Regelung ist laut Stadtverwaltung, die unkontrollierte Vermehrung von Katzen zu begrenzen und die Rückverfolgung entlaufener Tiere zu erleichtern.

Gründe und Ziele der Verordnung

In den vergangenen Jahren sei in Hagen eine Zunahme freilebender Katzen festgestellt worden, schreibt die Stadt. Die neue Regelung soll demnach Tierleid verringern, die Ausbreitung von Krankheiten eindämmen und Konflikte im städtischen Zusammenleben reduzieren. Durch eine Begrenzung der Fortpflanzung soll die Population langfristig stabilisiert werden.

Konkrete Folgen für Halterinnen und Halter

Die Verordnung verpflichtet Halter zur Registrierung ihrer Tiere. Registrierte Katzen können demnach schneller identifiziert und zurückgeführt werden, wenn sie verloren gehen. Die Stadt nennt als weitere erwartete Effekte eine Entlastung der Tierheime sowie mehr Transparenz und Sicherheit im Umgang mit Haustieren.

Welche Auswirkungen auf freilebende Katzen zu erwarten sind

Nach Einschätzung der Verwaltung verbessert eine flächendeckende Kastration die Lebensbedingungen freilebender Tiere. Geringere Fortpflanzungsraten verringern demnach Konkurrenz um Nahrung und Reviere, was zu weniger Revierkämpfen und damit zu weniger Verletzungen führt. Auch die Wahrscheinlichkeit der Verbreitung bestimmter Infektionen soll zurückgehen.

Städtische Perspektive

Mit der Verordnung setzt Hagen auf Maßnahmen, die das Verantwortungsbewusstsein bei der Tierhaltung stärken und nachhaltigen Tierschutz fördern sollen. Die Stadt betont, dass die Regelung dazu beitragen werde, das Zusammenleben von Menschen und Katzen langfristig zu verbessern und das Leid freilebender Tiere zu mindern.

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