Köln bietet Schulaktion zum toten Winkel mit echtem Lastwagen an
Ein Arbeitskreis aus Stadtverwaltung, Polizei und ADAC lädt Kölner Grundschulen zu einer Sicherheitsaktion ein, die die Gefahren des sogenannten toten Winkels demonstriert. Zielgruppe sind vierten Klassen, die Anmeldung ist bis Dienstag, 20. Februar 2026 möglich. Auf dem Schulhof wird ein echter Lastwagen aufgebaut, damit Schülerinnen und Schüler direkt erleben können, wie leicht Menschen im Blickfeld eines Fahrers unsichtbar werden.
Gefahr im Stadtverkehr
Der tote Winkel zählt trotz Assistenzsystemen zu den größten Gefahren im innerstädtischen Verkehr. Laut Arbeitskreis kommt es im Kölner Stadtgebiet jährlich zu Unfällen, weil zu Fuß Gehende, Radfahrende oder Personen mit E Scootern von abbiegenden Fahrzeugen übersehen werden. Besonders gefährdet seien Kinder, weil sie oft noch nicht einschätzen könnten, was ein Fahrer aus seiner erhöhten Sitzposition sehen kann.
Perspektivwechsel auf dem Schulhof
Kern der Aktion ist ein echtes Fahrzeug, in das die Viertklässlerinnen und Viertklässler klettern dürfen. Die Initiatoren setzen auf den unmittelbaren Lerneffekt: Erst wenn Kinder selbst hinter dem Steuer sitzen und sehen, wie Mitschülerinnen und Mitschüler im Spiegel unsichtbar werden, begreifen sie die Gefahr wirklich, heißt es vom Arbeitskreis. Ergänzend gibt es Flyer und Arbeitsblätter, die die praktischen Erfahrungen im Unterricht vertiefen sollen.
Zielgruppe, Ablauf und Anmeldung
Das Angebot richtet sich speziell an die Jahrgangsstufe 4, weil viele Kinder ab diesem Alter beginnen, eigenständig mit dem Fahrrad zur Schule zu fahren. Voraussetzung für einen Besuch ist ein Schulhof, der groß genug für die Aufstellung eines Lastwagens ist. Alle Grundschulen wurden bereits per E Mail informiert. Da die Termine begrenzt sind, bittet der Arbeitskreis um eine zeitnahe Anmeldung.
Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner sind für den Stadtbezirk Chorweiler Nicole Monetha von der Polizei Köln, Telefon 0221/229 6178. Für die übrigen Stadtbezirke sind Alessa Urfey und Diana Ledwig vom ADAC Nordrhein e V zuständig, Telefon 0221/4727 616.
Der Arbeitskreis und sein Ziel
In dem Gremium bündeln die Stadt Köln, die Polizei Köln und der ADAC Nordrhein mit weiteren Partnerinnen und Partnern ihre Kompetenzen. Ziel ist es, die Unfallzahlen im Stadtgebiet nachhaltig zu reduzieren und insbesondere schwächere Verkehrsteilnehmende besser zu schützen.
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