Bochumer Kunstmuseum als bedeutendes Bauwerk der 1980er Jahre ausgezeichnet

Das Kunstmuseum Bochum ist vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe als Denkmal des Monats Januar benannt worden. Die Auszeichnung würdigt den Museumsbau als eines der wichtigsten öffentlichen und städtischen Bauwerke der 1980er Jahre in Bochum. Das Erweiterungsgebäude der dänischen Architekten Jørgen Bo und Vilhelm Wohlert wurde 1983 eröffnet und 2025 unter Denkmalschutz gestellt; damit zählt es zu den jüngsten geschützten Bauwerken der Stadt.

Auszeichnung und Bedeutung

Nach Angaben des LWL soll die Nennung als Denkmal des Monats die landesweite Wahrnehmung des Museumsbaus der jüngeren Baugeschichte stärken. Die Planungsamtsleiterin Heike Möller erklärte, man sei stolz darauf, dass das Kunstmuseum mit der Auszeichnung als Museumsbau der neueren Baugeschichte besondere Bedeutung erfahre. Die Ehrung erfolgt im Kontext kommunaler und regionaler Bemühungen, die kulturelle und bauhistorische Qualität der Nachkriegsmoderne stärker zu würdigen.

Architektur und städtebaulicher Kontext

Der von Jørgen Bo und Vilhelm Wohlert entworfene Erweiterungsbau ergänzt die bereits denkmalgeschützte Villa Marckhoff-Rosenstein und bildet mit ihr ein architektonisches Ensemble von besonderer kultureller und städtebaulicher Bedeutung. Das Museum steht im Stadtparkviertel, einem Gründerzeitgebiet, das als Denkmalbereich ausgewiesen ist. Trotz seines deutlich modernen Erscheinungsbilds fügt sich der Bau als eigenständiger Körper sensibel in den historischen Kontext ein.

Der Entwurf der dänischen Architekten folgt der Idee eines offenen und transparenten Museums. Das Gebäude ist demnach nicht als repräsentativer Solitär konzipiert, sondern als Ort der Begegnung und Kommunikation, was die planerische Intention von Integration und Zugänglichkeit betont.

Denkmalschutz und Perspektiven

Die Unterschutzstellung im Jahr 2025 erfolgte durch das LWL-Fachamt in Kooperation mit der Unteren Denkmalbehörde. Beide Behörden hoben die herausragende Qualität des Museumsbaus als Beispiel der Nachkriegsmoderne hervor. Die Auszeichnung als Denkmal des Monats wird zudem als Beitrag zum diesjährigen Stadtparkjubiläum und als vorbereitende Aufmerksamkeit für die Internationale Gartenausstellung 2027 gesehen.

Mit der öffentlichen Würdigung soll das Bewusstsein für die Denkmalwürdigkeit jüngerer Baugeschichte gestärkt werden. Die Entscheidung der Behörden bedeutet zugleich, dass Eingriffe am Bau künftig denkmalpflegerisch zu bewerten sind und in die städtische Planungsdiskussion einfließen werden.

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