Hagen gibt Sensoraufkleber aus, die ab 28 Grad vor hohen Raumtemperaturen warnen
Die Stadt Hagen verteilt erneut kostenlose Aufkleber, die bei steigender Raumtemperatur sichtbar eine Warnung anzeigen. Die runden Aufkleber sind mit einer thermochromen Farbe beschichtet und sollen Bewohnerinnen und Bewohner darauf aufmerksam machen, sobald im Innenraum etwa 28 Grad erreicht werden. Ziel ist es, frühzeitig Schutzmaßnahmen gegen gesundheitliche Belastungen durch Hitze anzustoßen.
Funktionsweise und Platzierung
Der Aufkleber haftet auf glatten Flächen. Bei etwa 28 Grad wird die schwarze Fläche transparent und eine rote Warnung tritt zutage. Die Stadt empfiehlt, die Aufkleber gut sichtbar in besonders warmen Bereichen anzubringen, etwa auf Tischen oder Schränken in Räumen mit Süd oder Westfenstern, in Zimmern mit vielen elektronischen Geräten oder in stark genutzten Aufenthaltsräumen. Direkte Sonneneinstrahlung oder Nähe zu Heizquellen sollte vermieden werden, da dies die Anzeige verfälschen kann.
Gesundheitliche Gründe und Verhaltenshinweise
Vertreterinnen und Vertreter des Gesundheitsamtes weisen darauf hin, dass hohe Raumtemperaturen besonders für ältere Menschen, chronisch Kranke und Kleinkinder gesundheitliche Risiken bergen. Als mögliche Folgen werden Kreislaufprobleme, Atemnot und eine Verschlechterung bestehender Erkrankungen genannt. Fachleute geben an, dass bei Raumtemperaturen ab 28 Grad erste Beschwerden auftreten können und empfehlen, Innenräume möglichst unter 26 Grad zu halten. Zudem sei bei der Lagerung vieler Medikamente zu beachten, dass sie nicht dauerhaft über 25 Grad aufbewahrt werden sollten. Sobald der Aufkleber eine Warnung anzeigt, raten die Behörden zu einfachen Erste Maßnahmen wie ausreichender Flüssigkeitszufuhr und dem Aufsuchen kühlerer Räume.
Verteilung und Einbindung in die Hitzeplanung
Laut Stadt werden die Aufkleber und ergänzende Informationsmaterialien kostenlos bei städtischen Veranstaltungen abgegeben und sind zudem online bestellbar, solange der Vorrat reicht. Das Umweltamt bezeichnet den Aufkleber als Baustein der städtischen Hitzeaktionsplanung und sieht darin ein Instrument, das Bürgerinnen und Bürger dabei unterstützt, gesundheitliche Risiken durch hohe Raumtemperaturen frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu handeln.
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