Grippewelle in Hagen beginnt früher: 245 Fälle und erste Todesfälle gemeldet

Die Stadt Hagen verzeichnet in der laufenden Grippesaison bislang 245 gemeldete Influenza-Fälle. Nach Angaben des Gesundheitsamtes sind unter den Erkrankten auch erste Todesfälle zu verzeichnen. Die Welle begann etwa drei Wochen früher als in der Vorsaison, erreicht bisher aber kein deutlich höheres Niveau als im Vorjahr.

Lage und betroffene Gruppen

Rund 41 Prozent der gemeldeten Fälle betreffen Kinder und Jugendliche. Das Gesundheitsamt bewertet diese Häufung zu Beginn der Welle als nicht ungewöhnlich und erwartet, dass sich die Altersverteilung im weiteren Verlauf verschiebt. Influenza kann neben akuten Komplikationen wie Lungenentzündung oder Herzmuskelentzündung auch das Risiko für Schlaganfall und Herzschwäche deutlich erhöhen.

Empfehlungen des Gesundheitsamtes

Vor dem Hintergrund des frühen Wellenbeginns empfiehlt das Gesundheitsamt der Stadt Hagen, bestehende Impflücken zeitnah zu schließen. Eine Grippeschutzimpfung sei auch jetzt noch sinnvoll und könne einen Schutz vor schweren Verläufen bieten, selbst wenn sie bereits vor November oder Dezember erfolgt. Besonders empfohlen wird die Impfung für Personen ab 60 Jahren, Menschen mit Vorerkrankungen, Bewohnerinnen und Bewohner von Alten und Pflegeheimen sowie ihre Angehörigen und Beschäftigte im Gesundheitswesen.

Verhalten bei Symptomen und Testempfehlungen

Das Gesundheitsamt rät dazu, im Kontakt mit symptomatischen Personen oder in unübersichtlichen Situationen eine Maske zu tragen und auf gute Händehygiene zu achten. Bei Fieber, Abgeschlagenheit, Erkältungssymptomen oder Kopf und Gliederschmerzen sollte ein Mehrfachtest durchgeführt werden, der neben Influenza auch COVID 19 und RSV abdeckt. Wer Symptome hat, sollte zum Schutz von Risikogruppen eine Maske tragen und Besuche bei gefährdeten Personen vermeiden.

Medizinische Maßnahmen

Nach einer bestätigten Influenza-Diagnose empfiehlt das Gesundheitsamt, zeitnah die Hausarztpraxis zu kontaktieren, um die Indikation für antivirale Medikamente prüfen zu lassen. Diese Präparate sind besonders wirksam bei sehr frühem Einsatz. Bei einer Verschlechterung des Zustands oder bei neu auftretender Atemnot ist umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Weitere Informationen stellt das Gesundheitsamt unter www.hagen.de/53 zur Verfügung.

Quelle anzeigen

Kommentar veröffentlichen